Der Sommer ist da! Und damit auch wieder DIE Jahreszeit, in der ich meine Wohnung nur noch zum Schlafen und duschen benötige. Nach der Arbeit geht es nach der Arbeit, mit einem guten Buch oder einer Zeitschrift bewaffnet, in den nächsten Park oder an die Isar, um die letzten Sonnenstrahlen bei einem leckeren Glas Weißwein und einem kleinen Snack zu genießen.

Neben verschiedenen Snacks eignen sich auch Salate sehr gut für diesen Zweck. Idealerweise sind diese sehr leicht, lassen sich sehr gut vorbereiten und schmecken am besten frisch aus dem Kühlschrank. So auch dieser asiatisch angehauchte Salat mit Putenbrust.

Frisch zubereitet kann er ohne weiteres 1-2 Tage im Kühlschrank aufgehoben werden, mit etwas Sojasauce oder Sweet Chili Sauce ist er dann ein ideales Abendessen mit relativ wenig Kohlenhydraten. Alternativ kann man den Salat auch toll als Vorspeise bei einem asiatisch angehauchten Menü reichen.

Wer keine Austernsauce parat hat kann natürlich auch Fischsauce oder Sojasauce verwenden. Auf den Koriander sollte man nicht verzichten, dieser spielt für die Geschmackskombination eine sehr wichtige Rolle.

Als Variante wäre auch die Verwendung von Rindfleisch denkbar, z.B. eine gekochte Rinderbrust welche später zerzupft wird. Ebenfalls ist eine fruchtige Einlage, beispielsweise in Form von Mandarinenfilets gut denkbar.

Wie man auf dem Foto gut sehen kann, ist mir der Türmchenbau beim Foto nicht ganz so gut gelungen (nach 3 Versuchen, habe ich dann aufgegeben), bei der Generalprobe vor dem Foto (da habe ich den Salat als Vorspeise gereicht), hat alles perfekt geklappt. Wer ähnlich grobmotorisch veranlagt ist, kann sich evtl. mit Dessertringen ein wenig behelfen.

Asiatische Putzen-Spitzkohltürmchen
Verfasser: 
Art: Vorspeise
Stil: Asiatisch
Portionen: 4 Portionen
 
Zutaten
Für die Cracker
  • 50 g weiche Butter
  • 80 g Reismehl
  • 1 EL Mehl
  • 1 TL Rohrzucker
  • ½ EL Currypulver
  • ½ TL Salz
  • 3 Eiweiß
  • 1 EL Sahne
Für den Salat
  • 1 grüne Chilischote
  • 400 gr Putenbrustfilet
  • 3 EL Austernsauce
  • 1 Limette (Saft)
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 EL Rohrzucker
  • 1 EL Erdnussöl
  • ½ Spitzkohl
  • 2 Karotten
  • 2 Schalotten
  • 50 gr Erdnüsse
  • 1 Hand voll frischer Koriander
Zubereitung
Für die Reiscracker
  1. Eier trennen (es wird nur das Eiweiß benötigt) und die Butter vorsichtig zerlassen (aufpassen, dass sie nicht braun wird) und ein wenig abkühlen lassen.
  2. Reismehl, Mehl, Zucker und das Currypulver zusammen mit dem Salz vermischen.
  3. Mit dem Schneebesen hebt man nun die flüssigen Zutaten (Eiweiß, die Butter und die Sahne) unter bis sich ein schön geschmeidiger Teig gebildet hat.
  4. Jetzt belegt man ein Blech mit Backpapier, gibt vorsichtig einen Klecks des Teiges darauf und verstreicht den Teig dann mit dem Boden des Löffels zu schönen runden Teiglingen.
  5. Im, auf 200°C vorgeheizten (kein Umluft!), Ofen nun ca. 5-10min ausbacken.
Für den Puten-Koriander Salat
  1. Als Erstes müssen die Putenbrustfilets gekocht werden. Hierfür werden diese in einem Topf mit reichlich leicht gesalzenem Wasser bedeckt und für ca. 35min gekocht (Die Zeit kann je nach Größe der Filets abweichen. Ich hatte relativ kleine "Bio" Brüste, sodass diese ein wenig schneller gar waren). Nach dem Kochen sollte man die Brüste ein wenig abkühlen lassen.
  2. Die grüne Chili und den Knoblauch sehr fein hacken und zusammen mit der Austernsauce, dem Limettensaft, dem Erdnussöl, Zucker und Pfeffer ein Dressing herstellen. Hier gilt ein wenig Vorsicht walten zu lassen. Die Austernsauce ist ebenfalls relativ salzig!
  3. Die lauwarmen Putenbrüste kann man nun mit einem Messer oder den Fingern in kleine Stücke reißen.
  4. Den Spitzkohl, die Karotten, den Koriander und die Schalotten in kleine Streifen schneiden.
  5. Die Erdnüsse röstet man kurz in der Pfanne an und zerdrückt sie anschließend grob mit dem Messer.
  6. Alle Zutaten miteinander vermengen und ein wenig im Kühlschrank durchziehen lassen.
Zum Anrichten
  1. Abwechselnd aus einer Reiswaffel und einem Löffel des Salats ein schickes Türmchen bauen. Höher als 2 Stockwerke sollte man allerdings nicht gehen, da ist die Statik dann doch ganz schnell an ihren Grenzen :-).
  2. Dazu passt sehr gut eine helle Sojasauce und/oder eine (selbergemachte) Sweet Chili Sauce. Als Vorspeise würde ich eher zur Soja Sauce tendieren, serviert man das Gericht als Hauptgang, ist der Griff zur Sweet Chili meines Erachtens nach der Bessere.