oder auch gebratenes Schweinefleisch mit Ananas. Ein klischeehafteres Rezept aus thailändischen Gefilden gibt es fast nicht – dennoch war mir die Veröffentlichung von diesem Rezept mehr oder minder eine Herzensangelegenheit. Nicht weil ich großartige Verbindungen nach Thailand habe, sondern weil ich die Tage erneut einen richtig schlechten Vertreter dieses Gerichts „genießen“ durfte.

Es ist eigentlich schon spannend, was man an dem thailändischen Klassiker alles falsch bzw. schlecht machen kann, obwohl es an und für sich nur aus rund 6 Zutaten besteht: Schweinefleisch, Austernsauce, Frühlingszwiebel, Sojasauce, Ananas und ein wenig Knoblauch. Das reicht aber auch, die schlimmsten Ausfälle sind in der Regel durch das Fleisch und die Ananas bedingt.

Das Thema Fleisch habe ich inzwischen so oft thematisiert, das spare ich mir dieses Mal. Heute kommt die Ananas an die Reihe. Dosenananas. Sieht aus wie Ananas und ist irgendwie süß. Geschmacklich ist aber im besten Fall nur noch eine grobe Idee von Ananas zu erkennen, der Rest wird in süßem Zuckerwasser ertränkt und im wahrsten Sinne des Wortes weich gespült. Schade um dieses exzellente Lebensmittel.

Dabei ist die Ananas weder in der Verarbeitung schwer zu handhaben, noch sonderlich teuer. Wem (wie mir) eine normale Ananas zu groß ist, findet in der Baby-Ananas eine super Alternative, die zwar etwas kostspieliger ist, dafür aber geschmacklich nochmal um ein gutes Stück besser und kann im Ganzen genutzt werden, dh. der Stunk muss nicht entfernt werden. (Randbemerkung: Die Reife einer Ananas kann man sehr einfach testen, indem man versucht eines ihrer Blätter auszureißen. Lässt sich das Blatt leicht ausreißen ist die Ananas reif.)

Zum Gericht selbst gibt es eigentlich nicht so viel zu sagen, jeder der etwas mit der asiatischen/thailändischen Küche anfangen kann und Fleisch isst, hat vermutlich schon einmal eine der unzähligen Variationen gegessen. Die Austernsauce kann man relativ problemlos durch eine Fischsauce ersetzten.

Muh Pad Sapparot
Verfasser: 
Stil: Thailändisch
Vorbereitungszeit: 
Arbeitszeit: 
Gesamtzeit: 
Portionen: 2 Portionen
 
Zutaten
  • 300 gr Schweinefilet
  • 3,5 EL Austernsauce
  • 1 EL (helle) Sojasauce
  • 3 EL Öl
  • 1 TL Zucker
  • 1 reife Babyananas
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1 Bund Frühlingszwiebel
  • frisch gemahlener Pfeffer
Zubereitung
  1. Die Beilage (im Normalfall Reis) bereitet lässt im idealerweise parallel zum Gericht kochen, da das Muh Pad Sapparot an und für sich schnell fertig gestellt ist.
  2. Das Schweinefilet in dünne Scheiben schneiden und mit 2 EL der Austernsauce, der gesamten Sojasauce, 1 EL Öl und dem Zucker marinieren. Gut durchmischen und anschließend für ein paar Minuten beiseite stellen.
  3. Die Ananas zurechtschneiden (verwendet man eine normale Ananas muss man natürlich noch den Stunk entfernen, eine Babyananas kann im Ganzen verwendet werden). Auch hier sollten es mundgerechte Happen sein. Auch die Frühlingszwiebel schneidet man in ca. 2-3cm lange Stücke. Der Knoblauch wird gepresst oder fein gehackt.
  4. Nun erhitzt man das Öl in einem Wok. (Hier kurz der Einwurf - Bei einem Wok gilt: Feuer frei! soviel Hitze wie nur möglich, am besten über offenem Feuer, durch das ständige Schwenken brennt dennoch nichts an.) Wenn das Öl heiß ist gibt man den Knoblauch hinein und brät diesen kurz an.
  5. Das Fleisch und die restliche Austernsauce zugeben. Nach ca. 5min braten sollte das Fleisch gar sein.
  6. Ananas zugeben und mit der Ananas weiter braten. Ist das Muh Pad Sapparot zu trocken (dh. zu wenig Sauce), so kann man ein wenig Wasser nachgießen (bei mir waren es ca. 100ml)
  7. Ungefähr die Hälfte der gestückelten Frühlingszwiebeln gibt man abschließend mit in den Wok, die andere Hälfte rührt man am Ende "roh" unter das fertige Gericht.
  8. Nach dem Anrichten noch mit ein wenig frisch gemahlenem Pfeffer bestreuen.