Wie der ein oder andere sicher über die sozialen Kanäle mitbekommen hat, bin ich seit einigen Wochen stolzer Besitzer einer Eismaschine. Es ist nun vermutlich auch nicht sonderlich schwer zu erraten, dass ich auch schon die ein oder andere Sorte Eis  umgesetzt habe. Langsam haben die Ergebnisse auch das Level erreicht, damit  ich sie hier auf dem Blog vorstellen kann :-).

Wie so oft sind auch beim Eis die Zutaten das A und O für ein gutes Gelingen. Vor allem bei den Eiern habe ich maßgebliche Unterschiede festgestellt, während selbstgemachtes Eis aus Supermarkteiern (egal ob Bio oder nicht) einfach keine schöne Farbe bekommt, bekommt bei es bei der Verwendung von Eiern „glücklicher“ Hennen eine wunderschöne gelbe Grundfarbe, das sieht einerseits traumhaft aus, andererseits schmeckt man das auch.

Die stärkere Färbung/der tolle Geschmack liegt dabei mutmaßlich in der Fütterung der Tiere begründet (ähnlich Verhält es sich ja auch bei Butter/Käse). Tiere die frisches Gras/Heu  (vgl. Heumilchkäse etc pp) von der Wiese fressen haben in ihrer Milch/den Eiern einen deutlich intensiveren Geschmack nach „Natur“. Daher: Fahrt zu einem Bauern aus dem Umland, bei dem Ihr die Hennen auf der Wiese rumlaufen seht und bei dem ihr sicher sein könnt, die Tiere werden gut behandelt, bekommen wenig(er) oder auch gar kein Antibiotika und haben genug Platz zum herumlaufen. Der Geschmack wird es euch danken!

Preislich ist es auch kaum ein Unterschied, während ein Ei im Supermarkt (hier zumindest rund 20-25 Cent kostet) zahle ich beim Bauern meines Vertrauens knapp 30 Cent für ein einzelnes Ei.

Ansonsten ist die Eisherstellung relativ einfach, die Anteile von Milch/Sahne kann man beliebig variieren, mehr Sahne macht das Eis ein cremiger, aber dafür mächtiger.

Bei einem Punkt bzgl. der Cremigkeit bin ich mit mir selbst immer noch ein wenig  im Disput. Durch die Zugabe von Xanthan (hier im Rezept wäre es 1 Gramm) wird das Eis deutlich cremiger, dummerweise fange ich mir damit aber auch einen der E-Stoffe ein, die ich im Essen eigentlich nach Möglichkeit vermeiden möchte.  Guarkernmehl oder auch Johannisbrotkernmehl erzielen zwar sehr ähnliche Effekte, kommen aber bei weiten nicht an das Xanthan hin.

Die Idee für das Weinbergpfirsich-Eis ist dabei maßgeblich meinem Obsthändler zu verdanken, dieser hatte mir eine Flasche wirklichen tollen Weinbergpfirsichsaft mitgegeben, die ich dann auch entsprechend würdigen wollte. Wer keinen Weinbergpfirsichsaft/Weinbergpfirsiche mag bzw. bekommt kann das Eis natürlich auch mit normalen Pfirsichen machen.

Der Zimt gibt dem Eis eine interessante Richtung. Während im ersten Augenblick im Mund ein sehr zimt-lastiger Geschmack vorherrscht, wird dieser sehr schnell durch die feinen Aromen der Pfirsiche abgefangen und bildet eine sehr spannende Komposition.

Weinbergpfirsicheis mit Zimt
Verfasser: 
Art: Eis
Vorbereitungszeit: 
Arbeitszeit: 
Gesamtzeit: 
Portionen: 2L Eis
 
Zutaten
  • 600gr Weinbergpfirsiche
  • 200ml Weinbergpfirsichsaft
  • 60gr Zucker
  • 350ml Sahne
  • 350ml Milch
  • 4 Eigelb
  • 2 TL Limettensaft
  • ½ TL frisch geriebener Zimt
  • [1gr Guarkernmehl oder Xanthan]
Zubereitung
  1. Die Pfirsiche in kleine Stücke schneiden und zusammen mit dem Zucker und dem Pfirsichsaft im Mixer pürieren. Durch ein Passiersieb drücken und in der Zwischenzeit im Kühlschrank lagern.
  2. Milch, Sahne und die 4 Eigelbe vermixen und in einem großen Topf bei mittlerer Hitze bis auf ca. 78°C erhitzen (wer kein Thermometer sein eigen nennt, die Zieltemperatur ist erreicht, wenn die Sahne, Milch Mischung langsam andickt)
  3. Das Sahne-Gemisch vom Herd nehmen und mit dem Pfirsichpüree vermengen, Limettensaft und Zimt zugeben.
  4. Im Kühlschrank abkühlen lassen und nach ca. 2-3 Stunden in die Eismaschine geben (Die Grundmasse sollte hierfür die Kühlschranktemperatur erreicht haben - dh. 4,5,6°C). Hier hält man sich am besten an die Bedienungsanleitung der Eismaschine, da sowohl Zeit als auch das genaue Vorgehen von Modell zu Modell abweichen können. Bei mir muss ich das Eis dabei ca. 40-60min in der Eismaschine verarbeiten und anschließend im Gefrierschrank noch für 1-2h durchfrieren lassen.