Zurzeit ist es (wiedermal) sehr ruhig hier. Die Gründe sind wie üblich recht einfach: Sehr viel um die Ohren, irgendwie habe ich an allen Ecken und Enden (positiven) Stress und die Prioritäten verschieben sich dann doch ein wenig hin zum „realem“ Leben.

Implizit dadurch ergibt sich auch das Problem, dass ich schlicht und ergreifend keine Zeit zum selber kochen finde. Mal ein paar Tomaten mit Mozzarella oder eine schnelle Suppe, das war es dann auch schon. Ansonsten gehe ich zur Zeit quasi täglich essen. Ist in der Regel zwar ziemlich gut, geht aber mit der Zeit doch ein wenig aufs Geld und die gesündeste Variante der Ernährung ist es wohl auch nicht unbedingt.

Gut daran ist: Es gibt viel Neues zu sehen bzw. zu Essen. Meine neueste Entdeckung ist schon fast ein wenig dekadent: Trüffel Honig. Kann man sich aufs Brot schmieren, ist dafür aber fast ein wenig zu schade – harmoniert aber hervorragend mit Süßkartoffelvariationen.

Trüffelhonig, Stress und sonstige Nebensächlichkeiten sollen aber eigentlich nicht der Fokus dieses Beitrags sein. Es gibt mal wieder eines dieser „glücklich machenden“ Rezepte – Tom Kha Gai (oder auch Tom kha kai). Jeder der schon mal ein thailändisches Restaurant von innen gesehen hat kennt diese (profan ausgedrückt) Hühnersuppe mit Kokosmilch, Pilzen und Zitronengras.

Das Rezept beruht dabei den eigenen Geschmackserfahrungen aus einer relativ großen Stichprobe verschiedener Thai-Restaurants – daher muss das Rezept nicht unbedingt authentisch sein, lecker ist es aber dennoch.

Dies merkt man wohl auch an den Zutaten, abgesehen von der Galgantwurzel bekommt man alles auf dem Wochenmarkt oder im Supermarkt. Die Galgantwurzel kann man in jedem besser sortiertem Asia Laden bekommen (kostet ca. 2€/150gr).

Ansonsten geht das Kochen sehr „straight forward“. Im Gegensatz zu anderen Suppen sollte man das Tom Kha Gai nicht allzu lange aufheben, da es dem Geschmack der Champignons nicht unbedingt zuträglich ist.

Thom Kha Gai
Verfasser: 
Art: Suppe
Vorbereitungszeit: 
Arbeitszeit: 
Gesamtzeit: 
Portionen: 6 Portionen
 
Zutaten
  • 80gr Galgantwurzel
  • 2 Stängel Zitronengras
  • 400gr Hähnchenbrustfilet
  • getrocknete, geschrotete Chilischoten
  • 125gr Champignons
  • 1,4l Kokosmilch
  • 2EL Salz
  • getrocknete Kaffirlimetten Blätter (4-5 Stück)
  • Saft einer Limette
  • Frischer Koriander (ca. 2 Stängel)
Zubereitung
  1. Die Galgantwurzel schälen und mit einem Hobel in sehr dünne Scheiben hobeln.
  2. Das Zitronengras mit dem Messerrücken abklopfen und in ca. 2cm lange Stücke schneiden.
  3. Die Hähnchenbrust waschen, trocken tupfen und ebenfalls in schmale Streifen schneiden.
  4. Champignons mit einem Küchentuch putzen und je nach Größe der Pilze in Viertel oder Achtel schneiden.
  5. Die Kokosmilch in einem Topf aufkochen und dann das Zitronengras, die Kaffirlimettenblätter und die feingehobelte Galgantwurzel sowie das Salz zugeben und für ca. 15-20min leise köcheln lassen.
  6. Jetzt mit einem Schaumlöffel die Galgantwurzelscheiben, die Kaffirlimettenblätter und die Zitronengrasstücke abschöpfen. (Wenn man die drei Ingredienzien erst beim Essen "manuell" entfernt, dann kann man die Pilze und das Hähnchenfleisch gleich zugeben und reduziert so die Zubereitungszeit).
  7. Das Hähnchenfleisch zusammen mit dem frischen Koriander (Menge ist Geschmackssache) in den Topf geben und nochmals für ca. 5min aufkochen, bis das Fleisch gar ist.
  8. Mit Salz, Limettensaft und den Chilis abschmecken und sofort servieren.
  9. Als Beilage kann Reis gereicht werden.